
Harz-Turm
Brocken-Blicke, Aussichten und mehr...
821 Meter Torfhaus + 65 Meter Turmhöhe

Am Rande meiner ersten geführten Tour des Jahres, nahm ich die Gelegenheit wahr, dem Harz-Turm auf dem Torfhaus einen Besuch abzustatten.
Ende 2023 offiziell eröffnet und seit Mitte 2024 vollständig in Betrieb ist der Harz-Turm ein weiteres touristisches Angebot im niedersächsischen Oberharz, schon weit länger prägt die Silhouette des Bauwerks, die einem Zapfen nachempfunden ist, neben den Funkmasten das Bild dieses Hotspots, insbesondere, wenn man sich den Harz-Höhen von Norden aus nähert.
Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich diesen und ähnlichen Entwicklungs-Unterfangen eher skeptisch und kritisch gegenüber stehe. Denn ich sehe hier wie viele andere auch einen Beitrag zur Verrummelung der Harzer Landschaft im Zusammenhang mit dem schnellen Kick zur Befriedigung der Bedürfnisse, statt nachhaltigem Natur- und Landschaftserlebnis.
Dennoch sollte man kennen, was man kritisiert und so machte ich mich also bei bestem und aussichtsreichem Wetter Ende April hinauf auf den Harz-Turm.
Zunächst einmal muss man sich den durchaus nicht unerheblichen Preis für den Aufstieg leisten können und wollen. Für alle, die nicht gut zu Fuß unterwegs sind, ist der Weg hinauf über einen Fahrstuhl möglich.
Neben den beiden Aussichtsplattformen, der obersten auf 65 Metern Höhe, bietet der 45 Meter hohe Skywalk mit seinem transparenten Boden einen besonderen Nervenkitzel. Abwärts geht es wiederum nicht nur über die Treppe und den Lift, sondern wahlweise auch über die 110 Meter lange, außen liegende Rutsche. Die wilde Fahrt im Filz-Sack nach unten kostet selbstverständlich einen stattlichen Extra-Obolus, wobei die Lösung von Mehrfachkarten mit Rabatt möglich ist.
Grundsätzlich muss ich mir eingestehen, dass ich am Ende meines Besuches durchaus positiv überrascht war und bin.
Bei gutem Wetter eröffnet der Rundum-Blick von den beiden Aussichtsplatt-Formen tatsächlich einen Blick über die Höhen, Täler und Wald-Landschaften, der durchaus lohnenswert und eindrucksvoll ist. Den Skywalk hätte ich persönlich weiter nach Osten oder gen Norden ausgerichtet, statt etwas unspektakulär nach Südwesten in Richtung Bundesstraße.
Der Harz-Turm ist letztlich eine weitere Attraktion an einem bestehenden Hotspot, der genau dort, wo er gebaut wurde, abgesehen von zusätzlicher, versiegelter Parkplatzfläche wenig „zerstört“. Essenziell ist der der Blick vom Turm dennoch nicht, bieten sich beispielsweise von Wolfswarte, Achtermannshöhe und selbst vom Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus gen Brocken vergleichbare Aussichten über die Harzer Natur und Landschaft.