Mystik und Abendstimmung auf der Wolfswarte

Rückschau

Mittsommernachts-Wanderung über den Bruchberg
"Welterbe & Niedersächsische Hochlagen des Nationalpark Harz"

Öffentliche Wanderung mit dem Harzklub ZV Goslar e.V. in Kooperation mit dem Nationalpark Harz

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, stand gestern bereits zum zweiten Mal das Format der Mittsommernachts-Wanderung für mich auf dem Programm.

Die Veranstaltung für den Harzklub Goslar in Kooperation mit dem Nationalpark Harz in den harzmountains / welterbe im harz fand unter dem Motto „Welterbe & Niedersächsische Hochlagen des Nationalpark Harz“ statt.

Ich durfte 13 Teilnehmer*innen am frühen Abend zum Start in das Wochenende begrüßen. Auf einer Strecke von rund 12 Kilometer mit rund 400 Höhenmetern wanderten wir, teilweise auf anspruchsvollen Wegen ein Stück weit auf Goethes Spuren sowie dem Harzer Hexenstieg durch die Landschaft des Unesco Welterbes im Harz und des Nationalpark Harz.

Neben dem Dammgrabensystem und der Oberharzer Wasserwirtschaft standen natürlich Eckdaten und Hintergrundwissen zu den Aufgaben und Zielen des Nationalparks im Kontext mit den angrenzenden bewirtschafteten Flächen der Niedersächsischen Landesforsten inhaltlich auf dem Programm. Das Zulassen von Wildnis, Naturschutz und Waldbewirtschaftung schließen sich im Harz nicht aus, sondern ergänzen sich im besten Fall.

Höhepunkt war der Aufstieg zur Wolfswarte, bei der zwar keine Wölfe, allerdings Schwarzwild vor uns wechselte. Zwar blieb es nach einem wechselhaften Tag trocken, ein Sonnenuntergang sowie ein Blick hinab auf die Clausthaler Hochebene blieb uns jedoch verwehrt, dafür hüllte sich der Bruchberg mit zunehmender Höhe in ein mystisches Nebelkleid. Angekommen in 918 Metern Höhe gab es einmal mehr Informationen zum Lebensraum der „Blockhalde“ und dem anstehenden „Acker-Bruchberg-Quarzit“, der als Nährfels die Halde „speist“.

Mit drei Stempeln der Harzer Wandernadel im Heft wurden dann nach dem Abstieg alle Teilnehmer*innen zufrieden in die Nacht und ins Wochenende entlassen.

Am Rande der aktuellen Tour wurde ich im Rahmen meiner Rezertifizierung als zertifizierter Natur- und Landschaftsführer für den Nationalpark Harz von einem Kollegen hospitiert. Die ZNL-Qualifikation ist nach dem Abschluss der Ausbildung zunächst für fünf Jahre gültig. Neben regelmäßigen Weiterbildungen muss für die Rezertifizierung innerhalb dieses Zeitraumes gegenüber den zuständigen Bildungsträgern eine Hospitation inkl. Feedbackgespräch nachgewiesen werden. Dies erfolgt durch geschulte ZNL-Kolleg*innen. Dieser Baustein sorgt nicht nur dafür, dass man bei Führungen anderer Nationalpark-Guides über den eigenen Tellerrand hinausblicken und den eigenen Horizont erweitern kann, es spornt gleichzeitig gegenseitig an, die eigenen Skills und das eigene Wissen zu hinterfragen, zu verbessern und somit die Qualität der Führungen und der fachlichen Inhalte dauerhaft sicherzustellen.

An dieser Stelle gilt heute Volker Dübner mein besonderer Dank für´s Mitwandern, Hospitieren sowie das Feedback!

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